Statement Komplex Schwerin zu: „Terror 18!“ und der Gefahr extrem rechter Jugendlicher in Schwerin
Das Komplex ist ein alternatives, antifaschistisches Wohn- und Kulturprojekt in Schwerin.
Ein Ort der Begegnung, Kultur und der Nachbarschaft.
Diese Woche haben wir die Information bekommen, dass unser Haus am 06. Juni 2026 Ziel eines Brandanschlags extrem rechter Jugendlicher werden sollte. Jugendliche, die sich bereits im Vorfeld zu verschiedenen Gruppen zusammengefunden haben und rechts-aktivistisch in Schwerin unterwegs sind und waren. Seit mehreren Monaten wurden diese Personen und Gruppen durch antifaschistische Netzwerke beobachtet, wodurch die Durchführung dieses Anschlags verhindert werden konnte.
Warum wir uns entschieden haben, diesen Vorfall öffentlich zu machen:
Am 30. Oktober 2026 verhinderten Antifaschist*innen einen rechtsterroristischen Anschlag der Neonazigruppe »Terror 18«. Ziel war mutmaßlich eine Geflüchtetenunterkunft in Winsen (Luhe).
Gründer der Gruppe war Dwayne S., welcher seit Längerem versucht hatte, extrem rechte
Gruppierungen in der Region Schwerin aufzubauen.
Link zum passenden Exif-Artikel: Antifaschistinnen verhindern Anschlag von Neonazigruppe
«Terror 18» – Exif
Zudem nehmen wir den taz Artikel (Neonazi-Gruppe „Terror 18“: Jung, radikal, aggressiv | taz.de)
zum Anlass, unsere Perspektive aufzuzeigen, unsere Solidarität mit den bedrohten Menschen in Winsen, Wahlstedt und allen Betroffenen rassistischer Gewalt auszudrücken und um auf diese Fälle aufmerksam zu machen.
Dwayne S., welcher in Demen bei Crivitz in der Nähe von Schwerin wohnt, sowie Jason und Lennox aus Schwerin, hatten mit „Kameraden“ den Anschlag am 06. Juni 2026 in Schwerin auf unser Projekt fantasiert und geplant.
Laut den Informationen, die uns zugespielt wurden, waren die Angreifer zum geplanten Tatzeitpunkt in der Nähe unseres Hauses, wurden durch die Polizei aufgegriffen und haben eine Gefährderansprache und einen Platzverweis bekommen, sodass der Anschlag nicht durchgeführt werden konnte.
Informationen seitens der Sicherheitsbehörden, dass ein Anschlag auf unser Projekt geplant
gewesen sei, haben wir bis heute nicht erhalten.
Als Projekt ist es für uns sehr beunruhigend, von diesem geplanten Anschlag zu erfahren und wir
betrachten mit Sorge die steigende Gewaltbereitschaft extrem rechter Jugendlicher in unserem
Umfeld.
Für uns ist klar, Dwayne S., Amon G. und seine Kameraden haben mit der Gründung und der Mitgliedschaft in den Gruppen Division Schwerin, Sturm Nord, Letzte Verteidigungswelle und Terror 18 gewaltbereite extrem rechte Jugendliche in und um Schwerin sowie überregional organisiert und versucht eine handlungsfähige, gewaltbereite Gruppe nachhaltig zu strukturieren.
Wir sehen ihre geplanten Aktionen nicht als Einzelfälle, sondern als offensichtliche Bestrebung eine rechtsterroristische Vereinigung zu gründen und rechtsmotivierte Gewalttaten zu verüben.
Für uns bedeutet die Situation nun: Zusammenhalten, Sicherheitskonzepte anpassen, nicht
einschüchtern lassen.
Wir fordern von der Politik, Justiz und Sicherheitsbehörden eine konsequente Aufklärung der Anschlagspläne und Zerschlagung der dahinterstehenden Netzwerke, dasz die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich zieht, sowie wirksamen Schutz für die bedrohten Personen, Flüchtlingseinrichtungen und Projekte. Von der Zivilgesellschaft und unseren Verbündeten brauchen wir Sichtbarkeit für diese Fälle, um öffentlichen Druck zu erzeugen, denn die Neonazigruppe «Terror 18» ist weiterhin aktiv.
Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit den gestrigen Protesten in Winsen (Luhe) und den heute stattfindenden Protesten in Bad Segeberg und deren Forderungen.
Teilt diesen Beitrag und schafft Sichtbarkeit für rechte Gewalt.
Medienspiegel:





