Kategorie: Bildungscafe

Probleme libertärer Organisation und Gruppen – Workshop – 07. August 2020, 19:30

“Libertäre Brise für Schwerin“ präsentiert: 

popular education Workshop „Probleme libertärer Organisation und Gruppen“ – 

veranstaltet von 

„die plattform“ – anarcha-kommunistische Organisation

7. August 2020 19.30 Uhr im KOMPLEX Schwerin 

In etwa 1.5 Stunden wollen wir gemeinsam die Frage „Probleme libertärer Organisation und Gruppen“ betrachten, diskutieren und Lösungen entwickeln. Dazu werden wir auf verschiedene kollektive Methoden zurückgreifen.

„popular education“, die sich auf Paulo Freire, zurückführen lässt, ist ein Konzept, das auf politische Kämpfe und soziale Transformationen basiert – es geht um Auflösung von Hierarchien und dem Prozess des problemorientierten Lernens.. (siehe auch das Modell der „escuela moderna“ in Spanien und anderen Beispielen). 

„without a sense of identity, there can be no real struggle“

https://www.facebook.com/DPlattform/

Wald statt Asphalt ! – Vortrag – Libertäre Brise für Schwerin – 14. August 2020, 19:30

Seit der Räumung des Hambacher Waldes 2018 hat sich einiges getan. Nicht nur wurde der Wald wieder besetzt, sondern eine gewachsene Klimagerechtigkeitsbewegung hat versucht, mehre weitere Wälder zu besetzen. Seit dem Herbst 2019 ist der Danneröder Wald bei Homberg (Ohm) in Hessen besetzt. Die Aktivisti setzen sich für den Erhalt des Waldes, den Stop des Ausbaus der A49 und eine sozial-ökologische gerechte Verkehrswende ein. 

Angesichts einer erneuten Rodungssaison ab Oktober gibt es im Rahmen der „Libertären Brise für Schwerin“ am 14.August einen Vortrag über die Waldbesetzung und eine Einführung in den „Grünen Anarchismus“ geben ! 

Wald statt Asphalt ! 

Bild Quelle: https://twitter.com/klimagruppe/status/1270735421195071493

+++ Bildungsveranstaltung im Komplex „Kapitalismus – kleine Einführung und Kritik“ am Donnerstag, den 6. August 2020, 19 – 21 Uhr

„Wir leben in einer Welt mit sehr reichen Menschen, von denen es aber nur wenige gibt. Zum anderen müssen sehr viele Menschen mit sehr wenig auskommen. Zugleich gibt es unheimlich viele Dinge zu kaufen. Die übergroße Mehrheit muss arbeiten, um sich das zu kaufen, was sie brauchen. Nur durch Arbeit können sie überleben. Unsere Welt ist kapitalistisch.
Wir wollen uns in der Veranstaltung einführend mit dem Thema Kapitalismus beschäftigen. Interaktiv nähern wir uns den Themen Armut, Reichtum, Kapital, Arbeit und Soziale Kämpfe.“Referent*innen: Katharina Schlaack und Kay Nadolny
Der Eintritt ist frei, dank der freundlichen Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Bitte bringt euch eine Mund-Nase-Maske mit. Es werden keine Getränke angeboten.
Wer sich krank fühlt bleibt bitte zuhause.
Ansonsten freuen wir uns auf euch.

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Das Bildungscafé

Da momentan keine Veranstaltungen im Komplex stattfinden können,haben wir digitale Bildungsangeboten für Euch zusammengestellt, schaut mal rein: https://komplex-schwerin.de/Bildung-digital/

Das Bildungscafé ist eine neue Veranstaltungsreihe im Komplex Schwerin, mit welcher ein Rahmen für kritische politische Bildung geschaffen werden soll.

In Form von Vorträgen, Reiseberichten, Filmen, Diskussionsrunden und praktischen Workshops möchten wir den Blick über den Tellerrand wagen und neue Perspektiven erschließen. Thematisch wird es um Populismus, die Neue Rechte und Diskriminierung in all seinen Facetten, aber auch um Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Internationalismus, Netzpolitik, solidarische Ökonomie und Kapitalismuskritik gehen.

Warum hier, warum jetzt?

Viele politisch interessierte und aktive Menschen verlassen Schwerin, nachdem sie hier die Schule beendet haben. Das liegt unter anderem daran, dass es in Schwerin keine Universität gibt. Diejenigen politisch Interessierten, die in Schwerin bleiben, haben es demzufolge etwas schwerer sich zu bilden und sich zu vernetzen. Das Bildungscafé wird diesen Prozess sicherlich nicht aufhalten, dennoch möchten wir das überschaubare Bildungsangebot in Schwerin durch unsere Veranstaltungsreihe um weitere emanzipatorische Perspektiven bereichern. Die Veranstaltungen finden freitags oder donnerstags um 19 Uhr im Komplex Schwerin (Café) statt.

Mitmachen:

Du möchtest etwas bewegen und hast Lust Veranstaltungen zu organisieren? Du möchtest Teil unseres Netzwerks sein oder einmal eine Veranstaltung moderieren?

Dann melde dich gerne unter: bildung@komplex-schwerin.de

Wir verfolgen keinen klaren pädagogischen Auftrag und sind klar daran interessiert, dass sich die Partizipation jedes_r einzelnen am Handeln und nicht am Anleiten orientiert.

Eure Bildungscrew

17.01.2019 – Nordkreuz Prozess – eine kritische Nachbetrachtung

Am 17.01.2020 um 19 Uhr findet im Komplex Schwerin eine Informationsveranstaltung zum Thema „Nordkreuzprozess“ statt. Als Referentin ist Caro Keller vom NSU Watch eingeladen und berichtet von dem Prozess gegen Marko G.

Fünf Tage vor Weihnachten verkündete das Schweriner Landgericht das Urteil im sogenannten Nordkreuz Prozess gegen Marko G. Zu 1 Jahr und 9 Monaten wurde der ehemalige „Elite“ Polizist wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verurteilt. Die Strafe ist jedoch zur Bewährung ausgesetzt worden.
Was war das Motiv von Marko G. für das Horten von unzähliger Munition – zum Teil aus Beständen der Polizei MV – und den Besitz einer Maschinenpistole Marke „Uzi“?
Marko G. versuchte dem Gericht glaubhaft zu machen, dass seine Motivation lediglich sein Faible für Waffen und Munition sei. Die von ihm zur Vorbereitung auf einen Tag X gegründete Chatgruppe Nordkreuz sei unpolitisch gewesen, äußerte er vor Gericht.

In der Urteilsverkündung folgte der Richter den Ausführungen des Angeklagten. Eine politische Motivation für das Beschaffen von Munition und Waffen sowie die Vorbereitung auf einen Tag X spielten in der Urteilsverkündung keine Rolle.
Bei Prozessbeginn hatte das Gericht eine Entpolitisierung des Verfahrens angestrebt und blieb dieser Linie bis zum Schluss treu.

Der Prozess hinterließ Fragen im Bezug auf das Motiv. Rechtsextreme Chatnachrichten und Verbindungen zu Parteien am rechten Rand, sowie das Auffinden von Todeslisten bei einem Mitglied der Nordkreuzgruppe lassen an dem Motiv von Marko G zweifeln.
Vor dem Prozessbeginn veröffentlichte eine Expertenkommission die Ergebnisse zur Untersuchung rechtsextremer Tendenzen in den Polizeistrukturen von M-V. In dem Bericht wird die SEK Einheit der Marko G angehörte, als rechtsextrem eingestuft.

Mit diesem Hintergrund wird es zusammen mit NSU Watch am 17.01.20 ab 19 Uhr im Komplex (Pfaffenstr. 4) eine kritische Nachbetrachtung zum Nordkreuz Prozess geben.
Wir möchten Euch zu dieser Veranstaltung herzlich einladen.

10.01.2020 – Brav_a-Lesung und feministisches Quiz

Am 10.01.2020 möchten wir das Jahr mit euch gebührend einläuten und was würde da besser passen als eine queer-feministische Zine-Lesung mit Quiz? Richtig, Karaoke und Cocktails, aber warum
entscheiden, wenn Mensch beides haben kann?
Um 18 Uhr begrüßen wir das Team von Brav_a, deren unkommerzielles DIY Zine sich im Stile einer Teenie Zeitschrift mit Themen wie Liebe, Sex und Politik zugänglich auseinandersetzt, zu einer Lesung aus ihren Heften. Im Anschluss könnt ihr euer Wissen zum Thema Feminismus bei unserem Quiz auf die Probe stellen und dabei auch noch coole Preise abstauben.
Wenn das nichts ist!
Wer dann noch immer nicht genug hat, kann sich ab etwa 22 Uhr auf Karaoke und wilde Cocktailkreationen unserer Barcrew freuen.
Also kommt zahlreich und bringt eure Grrrl Gang mit!

01.12.2019 – Sturz der rumänischen Diktatur /// intermedialer Abend

Viele wissen schon viel über den Sturz der U.R.S.S. in der 80ern. Viele wissen über den Fall der Mauer hier in Ostdeutschland. Jeder hat verschiedene Geschichten aus unterschiedlichen Quellen gehört oder selbst erlebt was das Leben im Osten betrifft. Einigen kennen die wahren Geschichten, die konkrete Beweise haben, wieder andere haben nur jene Geschichten gehört, bei denen die Beweise fehlen.

2000km weit weg von hier liegt ein Land, das eine besondere Trennung von der U.R.S.S hatte und zwar sehr blutig. Über 1100 Menschen haben ihr Leben verloren bei die 89er Revolution in Rumänien. Und 30 Jahre später kann der Staat immer noch nicht sagen warum, wie die Revolution überhaupt angefangen hat, ob sie geplant war, oder wie viel die amerikanische Regierung mit dem Sturz der U.R.S.S. Zu tun gehabt hat. All diese Fragen bleiben bis heute unbeantwortet.

Da zwischen der Wahrheit und den Geschichten noch genug Raum für Austausch und Diskussion besteht, sind Sie herzlich zu einem Abend voller Spannung und Informationsaustausch mit einem Vortrag, sowie einem Film zu dem Thema eingeladen

23.10.2019 – Rojava – warum Erdogan Nordsyrien angreift

Unser Referent Holger befasst sich seit Jahren mit Rojava, Kurdistan und der kurdischen Bewegung. Er wird einen Überblick über die Geschichte und die konkreten gesellschaftlichen Veränderungen in Rojava geben, sowie den türkisch-dschihadistischen Angriff und seine Hintergründe erläutern. Und natürlich wird es auch darum gehen, was an Solidarität mit Rojava zu leisten ist.

Seit dem 10. Oktober greift die Türkei und mit ihr verbündete islamistische Milizen Gebiete in Nordsyrien an. Das ‚Rojava‘ genannte Gebiet hat mehrheitliche kurdische BewohnerInnen und ist seit kurz nach Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges 2011 eine selbstverwaltete Föderation.
Diese Föderation hat eine umfangreiche Demokratisierung durchgesetzt, verbunden mit gleichen Rechten für alle Bevölkerungs- und Religionsgruppen, mit besonderem Augenmerk auf eine im Nahen/Mittleren Osten beispiellose Stärkung von Frauenrechten. Eine gesellschaftliche Veränderung, die nichts weniger als eine Revolution darstellt..
Die Milizen Rojavas waren es, denen wir es hauptsächlich zu verdanken haben, dass der sog. „Islamische Staat“ (IS/ISIS/ DAESH) militärisch geschlagen und sein „Kalifat“ beendet wurde.
Rojava war bis vor kurzem die stabilste, friedlichste und demokratischste Region Syriens.
Jetzt wurden über 300.000 Menschen zu Geflüchteten gemacht, es gibt mindestens 200 zivile Todesopfer (Stand: 17.9.), die türkische Luftwaffe hat Krankenhäuser, Staudämme, Elektrizitätswerke, Bäckereien, Wohnviertel bombardiert, es droht eine massive ethnische Säuberung Rojavas von KurdInnen, assyrischen ChristInnen und der Religionsgruppe der Eziden/ Jesiden.
Von den Rojava-Milizen (YPG/YPJ, SDF) gefangengenommene IS-Kämpfer sind durch türkische Bombardements und Eroberungen eines Gefängnisses befreit worden und stellen jetzt wieder eine Bedrohung für die Region und die ganze Welt dar.
Weltweit sind viele hunderttausend, vielleicht Millionen Menschen in Solidarität mit Rojava auf die Straße gegangen – gerade auch angesichts des Verhaltens des US-Präsidenten Trump, der kurz vor dem Angriff der Türkei den Schutz der USA für die bis dahin im Kampf gegen den „IS“ mit den USA verbündeten Milizen Rojavas entzogen hat. Und angesichts der anfänglich völlig hohlen Lippenbekenntnisse Europas, gegen den Angriff zu sein.
Wir wollen in Schwerin nicht schweigen und nicht weg sehen!