Kategorie: Infoveranstaltung

23.11.2018 – Vortrag: Extreme Rechte in MV

Unbestritten ist Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland. Die Ostsee und etliche Naturschutzgebiete laden jedes Jahr mehr Touristen als Bewohner ins Bundesland ein. Wo viele junge Erwachsene aufgrund von Perspektivlosigkeit wegziehen, sehen Neonazi-Kader großes Potential im Aufbau ihrer Volksgemeinschaft im national, völkischen Stil. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zahlreiche Beispiele, wo sich rechte Gesinnung nahezu ohne öffentlich wahrnehmbares, zivilgesellschaftliches Engagement entwickeln kann. Gerade nach dem Ausscheiden der NPD aus dem Landtag, scheint sich das Aufklären über die rechten Aktivitäten im Hinterland als schwieriger zu gestalten. Viele Kader scheinen aus dem öffentlichen Bild verschwunden zu sein. Das kann schnell zu Fehleinschätzungen bezüglich rechter Aktivitäten in den einzelnen Regionen führen. In einem anschaulichen Vortrag soll den Zuhörern die aktuelle Situationen zu den Entwicklungen innerhalb der extrem Rechten in Mecklenburg-Vorpommern näher gebracht werden. Neben den wichtigsten Strukturen und Personen wird über Problemregionen sowie Ausrichtungen verschiedener Gruppierungen berichtet. Seid also gespannt, denn es gibt nicht nur was zu Hören sondern auch viel zu Gucken.

16.11.2018 – Gegenwart und Zukunft des AWIRO e.V. in Rostock

Der Verein Alternatives Wohnen in Rostock e.V. (kurz: AWIRO e.V.) engagiert sich seit 20 Jahren ehrenamtlich in der freien und selbstverwalteten Jugendarbeit in Rostock. Neben der Jugendarbeit bietet das Wohnprojekt des AWIRO e.V. engagierten Rostocker*innen auch unabhängig von steigenden Mieten einen bezahlbaren Wohn- und Lebensort.

Aktuell ist der Fortbestand des Projekts gefährdet, da der bestehende Rahmenmietvertrag für die Vereins- und Wohnräume in den nächsten Jahren ausläuft und nicht verlängert werden wird.

Um die Existenz und die Zukunft des AWIRO e.V. zu sichern, sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Projekthäuser kaufen zu wollen. Die Realisierung des Hauskaufs ist für einen unkommerziellen Verein nicht ohne externe Unterstützung zu bewältigen – deshalb brauchen wir Eure Hilfe!

In unserem Vortrag wollen wir Euch die Geschichte des Projekts, die aktuellen Rahmenbedingungen unserer Vereinsarbeit, unser Vorhaben und die Visionen, die wir mit dem Hauskauf umsetzen wollen, vorstellen. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf Unterstützungsmöglichkeiten – insbesondere den Leih- und Schenkgemeinschaften der GLS-Bank – liegen.

09.11.2018 – Film : Deckname Jenny // Konzert : Guts Pie Earshot

Deckname Jenny als Film mit Diskussion und danach Konzert mit Guts Pie Earshot & GrüßAugust!


Unsere Mecklenburg-Vorpommern-Tour mit Deckname Jenny krönen wir mit einem vorläufigen dicken Ende: #GutsPieEarshot spielen im Anschluss an Filmdiskussion (Regie). Die beiden Musiker haben die Filmmusik zusammen mit #NomiundAino für Deckname Jenny gemacht und das ist super toll.

Zum Film: Rechtsruck in Europa. Ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer. Jennys anarchistische Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen…

Mal schauen ob auch noch einige vom Filmteam den Weg nach Schwerin finden? Auf jeden Fall feiern wir, mit Film und Musik. Und für ein Leben ohne Nationalismus und Rassismus!

DECKNAME JENNY 108′ radikal.antifaschistisch.queer.hochaktuell

http://gutspieearshot.de/

VORFÜHRUNGEN BERLIN & DEUTSCHLAND (STAND 4.11.2018)

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02.11.2018 – Lesung: Politisch aktiv sein und bleiben

Lesung zum Handbuch Nachhaltiger Aktivismus
Die politischen und persönlichen Herausforderungen nehmen für engagierte Menschen stetig zu. Wie können wir – ohne auszubrennen – mit diesen Umständen klug umgehen? Was macht Aktivist*innen wie auch soziale Bewegungen widerstandsfähiger, kreativer und erfolgreicher? Wie sieht es mit der feinen Balance zwischen individueller Selbstverwirklichung und kollektiver Befreiung aus? In Form eines Handbuchs stellt der Autor verschiedene Ansätze vor, die Aktivist*innen bei der Entwicklung eines langfristigen Engagements helfen. Dabei werden drei Säulen des Nachhaltigen Aktivismus beschrieben: Reflexion, individuelle Resilienzstrategien und kollektive Resilienzstrategien. Timo Luthmann ist seit Mitte der 1990er Jahre in sozialen Bewegungen aktiv: Von der Jugendumweltbewegung über die Anti-AKW-Bewegung bis hin zum Kampf gegen Sozialabbau.

26.10.2018 – Vortrag und Diskussion: Die extreme Rechte in Griechenland

Seit Sommer 2012 sitzt mit der Goldenen Morgenröte eine neonazistische Partei im griechischen Parlament. Sie entwickelte sich zur drittstärksten Kraft im krisengeschüttelten Land, obwohl gleichzeitig gegen sie ein Verbotsverfahren läuft. Während sich die Partei längere Zeit zurückhielt, stieg die Zahl rechtsextremer Gewalttaten im Kontext nationalistischer Massendemonstrationen wieder massiv an. In diesem Zusammenhang entstanden neue Parteien und Bewegungen, aber auch mehrere rechtsterroristische Gruppierungen, die die Politik der Goldenen Morgenröte auf die Spitze trieben. Diese Entwicklungen sind nicht zu verstehen, ohne die rechten Hegemoniebestrebungen der konservativen Partei Nea Dimokratia einzubeziehen. Der Vortrag möchte den Wandel der extremen Rechten in Griechenland aufzeigen, Verbindungen in die politische Mitte aufdecken und antifaschistische Gegenmaßnahmen porträtieren.

01.06.2018 – Vortrag: Stützpunkt statt Freiraum?

Die Idee, Freiräume in dieser Gesellschaft zu schaffen, an denen
marginalisierte Lebensentwürfe ausgelebt, neue Konzepte von Gesellschaft
entwickelt und politische Organisation stattfinden kann, ist sehr alt.
Sie suggeriert jedoch auch, dass solche Räume außerhalb der
Mehrheitsgesellschaft wirklich etwas anderes schaffen könnten und von
sonstigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen frei wären.

Der Input wird sich an diesen Vorstellungen abarbeiten und gleichzeitig
ein Konzept von “Stützpunkten” entfalten, die ihre Verstrickungen in den
gesellschaftlichen Verhältnissen mitdenken, reflektieren und die durch
progressive Kämpfe verteidigt werden. Hiermit soll zum einen die
Perspektive verschoben werden: Wo „Freiräume“ erkämpft, gestaltet und
verteidigt werden und selbst das Ziel einer entsprechenden Politik
darstellen, stellt sich gegenüber „Stützpunkten“ die Frage, was sie der
eigenen Praxis bringen und wo sie ihre Funktion verlieren. Zugleich soll
so der ausschließliche Fokus auf Subkultur- und Stadtteilzentren
aufgebrochen werden um die Frage zu ermöglichen, welche Stützpunkte
derzeit gebraucht werden.

Als Diskussionsanregung werden hierzu neun Thesen zum Stützpunkt
vorgestellt.

06.04.2018 – Jamel: Willkommen bei der Dorfgemeinschaft

Ein Ortsschild weist Reisenden den Weg von der B 105 in das kleine Dörfchen Jamel. Für Menschen, die das erste Mal den Ort besuchen, scheint der Anblick befremdlich: ein Wegweise weist den Weg nach Braunau am Inn, der Geburtsstadt Adolf Hitlers. Ein riesiges Wandgemälde mit traditioneller Familie und einem Irmisul begrüßt die Besucher. Seit Jahren dominiert die rechte Einstellung der Bewohner das Dorf und dessen Umland. Die Neonazis haben sich dort ihren eigenen Lebensraum mit Arbeitsplätzen, Wohnraum und brauner Erlebniswelt geschaffen. Regelmäßig verwandeln die von der „Dorfgemeinschaft Jamel“ organisierte Großevents, wie Sommersonnenwenden oder Lichterfeste, das Dorf zu einer No-Go-Area für politische Feindbilder. Seit Beginn der 90er ranken sich viele unbegründete Mythen um das Dörfchen. Die Zivilgesellschaft scheint ohnmächtig und hat sich weitestgehend aus der Region zurück gezogen.
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06.04.2018 – Vortrag – Israel and the conflict in the middle east

There will be a presentation from the series of lectures „Israel and the Conflict in the Middle East“ in Komplex every Friday in April. The lectures will be given by Itai Jehudai – a jewish Israeli, a former teacher of geographie and history and a human rights activist – who will try to take a multiperspective look on the history and events in Israel and Palestine. Itai will also tell about his own biography and family history.
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21.03.2018 – Mobivortrag: Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock

Ein Vortrag der Gruppe „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“

Seit Frühjahr 2014 sind die NeofaschistInnen der „Identitären“ in Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Rasch füllten sie die Führungsebene der Organsation und seit Oktober 2016 ist eines der bundesweit bedeutensten logistischen Kernzentren in Rostock im Auf- und Ausbau. Die hiesige Struktur stellt einen Teil des Reisekaders, der kleinere und größere Aktionen – Kundgebungen, Flashmobs und Bannerdrops – im Bundesgebiet durchführt und trägt somit zur Ausgestaltung der rassistischen Kampagnen der Gruppe maßgeblich bei. Eine Vielzahl an Domains läuft über die Adresse des ehemaligen JN-Mitgliedes und mittlerweile Bundespressesprechers der „Identitären Bewegung Deutschland“ Daniel Fiß aus Rostock. Rostock zeichnet sich damit als wichtiger strukturgebender Ort für die „Identitären“ in Deutschland aus. Anders als andere „identitäre“ Gruppen, vermeiden die Kader aus MV Übergriffe und schafften es damit zum Stichwortgeber für die AfD. Die AfD ist in Mecklenburg-Vorpommern seit den Landtagswahlen 2016 zweitstärkste Kraft und einer der offensten Landesverbände für die neofaschistische Organsisation.
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09.12.2017 – Situation von Migrant_Innen in Russland

Situation von Migrant_innen in Russland

am Beispiel von Ali Feruz

ein Info Abend mit Lesung, Galerie und Soliaktion

Der Journalist Ali Feruz sitzt seit August im Abschiebeknast in Russland. Ihm drohnt die Auslieferung nach Usbekistan, wo ihm Folter und Tod drohen. Beim Info Abend berichtet eine Supporter_innengruppe über seine Situation spezielle und die von Migrant_innen in Russland allgemein. Ali selbst kommt durch die Lesung seiner Texte zu Wort.
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