Kategorie: Antifa

12.12.2018 – Unfairtobacco Filmfest 2018 – Schwerin

Wenn in Deutschland von Tabak die Rede ist, geht es meist um die gesundheitlichen Risiken des Rauchens. Ein Blick auf den gesamten Zyklus einer Zigarette zeigt, dass Tabak unterschiedlichste negative Auswirkungen auf die Lebensbedingungen im Globalen Süden und die Umwelt hat. Tabakfarmer*innen sind schädlichen Pestiziden und dem Nikotin in den Tabakblättern ausgesetzt. In den Anbaugebieten herrscht Armut und oftmals müssen auch Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen mitarbeiten. Tabakverarbeitung bedeutet immense Waldrodungen und Wasserverschmutzung und selbst nach dem Rauchen schaden weggeworfene Zigarettenkippen noch der Umwelt.

Unfairtobacco veranstaltet hierzu gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern eine Filmabendreihe, die durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, den Berliner Senat, den Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst und die Stiftung Umverteilen gefördert wird.

Am 12. Dezember 2018 findet in diesem Rahmen in Kooperation mit der BUNDjugend Mecklenburg-Vorpommern ein Filmabend im Komplex Schwerin, Pfaffenstraße 4, 19055 Schwerin statt. Ab 20.00 Uhr zeigen wir einen Film zu den Folgen von Tabak für Kinder und einen zu den Auswirkungen von Tabak auf die Umwelt. Anschließend steht uns Rike Hoppmann für ein Gespräch zur Verfügung. Wir sprechen über vegane und umweltfreundliche Tabakprodukte und Kinderarbeit im Tabakanbau.

Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos unter unfairtobacco.org oder auf Facebook: Unfairtobacco

10.12.2018 – 15 Uhr Kundgebung Stern Buchholz: Menschenrechte – Für alle Immer Überall

„Für Frieden und Freiheit bin ich nach Deutschland gekommen“, so beginnen viele internationale Aktivist*innen ihre Fluchtgeschichten.

Die Erfahrungen, die viele dann in den Erstaufnahmelagern (EAS) machen, brechen mit diesen Erwartungen: Zum Nichtstun verdammt werden sie durch fehlende Selbstbestimmung und Sanktionen in Opferrollen gedrängt, durch unzureichende bzw. fehlende medizinische Versorgung und ohne Beschulung für Kinder. So gestaltet sich der Lageralltag für viele Menschen – über Monate, bis zu zwei Jahren. Erlebnisse mit Folter und Menschenrechtsverletzungen können in dieser Zeit nicht aufgearbeitet werden.

Gleichzeitig steht die deutsche Außenpolitik für ein lächerlich hohes Maß an Toleranz gegenüber gewalttätigen Regimen. Waffenlieferungen nach Ägypten, Schweigen zu Assads Folterknästen in Syrien, Hinrichtungen im Iran, Zwangsehen in Afghanistan. Wir leben in einer Welt, in der Menschenrechte verteidigt werden müssen. Für alle. Immer. Überall.

PRO BLEIBERECHT wirft am 10. Dezember einen kritischen Jahresrückblick auf die Situation in den Erstaufnahmestellen. Zudem sprechen auf der Kundgebung Aktivist*innen zur Menschenrechtslage in ihren Herkunftsländern.

Am Tag der Menschenrechte kommen wir zusammen und werden laut.
Wir erinnern uns daran, dass der Kampf gegen Unterdrückung, Entrechtung, Mord und Folter ein gemeinsamer ist; dass er uns alle angeht!

Redebeiträge (bisher zugesagt):
– Kritischer Jahresrückblick auf die Situation in den Erstaufnahmestellen in MV (PRO BLEIBERECHT in MV)
– Kampf für Menschen- und Frauenrechte in Syrien (Farah Abou Assali)
– Kampf für Menschen- und Frauenrechte in Afghanistan
– Religionsfreiheit als Menschenrecht (Norbert Wiencke, Netzwerk für Flüchtlinge, Demokratie und Toleranz Parchim e.V.)
– Beschulungssituation von Kindern in den EAS (Landesjugendring MV)
– Medizinische Versorgung in den EAS (PRO BLEIBERECHT in MV)
– Außerdem: Kurdische, persische und afghanische Lieder mit Aran

www.bleiberecht-mv.org/menschenrechte

23.11.2018 – Vortrag: Extreme Rechte in MV

Unbestritten ist Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland. Die Ostsee und etliche Naturschutzgebiete laden jedes Jahr mehr Touristen als Bewohner ins Bundesland ein. Wo viele junge Erwachsene aufgrund von Perspektivlosigkeit wegziehen, sehen Neonazi-Kader großes Potential im Aufbau ihrer Volksgemeinschaft im national, völkischen Stil. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zahlreiche Beispiele, wo sich rechte Gesinnung nahezu ohne öffentlich wahrnehmbares, zivilgesellschaftliches Engagement entwickeln kann. Gerade nach dem Ausscheiden der NPD aus dem Landtag, scheint sich das Aufklären über die rechten Aktivitäten im Hinterland als schwieriger zu gestalten. Viele Kader scheinen aus dem öffentlichen Bild verschwunden zu sein. Das kann schnell zu Fehleinschätzungen bezüglich rechter Aktivitäten in den einzelnen Regionen führen. In einem anschaulichen Vortrag soll den Zuhörern die aktuelle Situationen zu den Entwicklungen innerhalb der extrem Rechten in Mecklenburg-Vorpommern näher gebracht werden. Neben den wichtigsten Strukturen und Personen wird über Problemregionen sowie Ausrichtungen verschiedener Gruppierungen berichtet. Seid also gespannt, denn es gibt nicht nur was zu Hören sondern auch viel zu Gucken.

02.11.2018 – Lesung: Politisch aktiv sein und bleiben

Lesung zum Handbuch Nachhaltiger Aktivismus
Die politischen und persönlichen Herausforderungen nehmen für engagierte Menschen stetig zu. Wie können wir – ohne auszubrennen – mit diesen Umständen klug umgehen? Was macht Aktivist*innen wie auch soziale Bewegungen widerstandsfähiger, kreativer und erfolgreicher? Wie sieht es mit der feinen Balance zwischen individueller Selbstverwirklichung und kollektiver Befreiung aus? In Form eines Handbuchs stellt der Autor verschiedene Ansätze vor, die Aktivist*innen bei der Entwicklung eines langfristigen Engagements helfen. Dabei werden drei Säulen des Nachhaltigen Aktivismus beschrieben: Reflexion, individuelle Resilienzstrategien und kollektive Resilienzstrategien. Timo Luthmann ist seit Mitte der 1990er Jahre in sozialen Bewegungen aktiv: Von der Jugendumweltbewegung über die Anti-AKW-Bewegung bis hin zum Kampf gegen Sozialabbau.

26.10.2018 – Vortrag und Diskussion: Die extreme Rechte in Griechenland

Seit Sommer 2012 sitzt mit der Goldenen Morgenröte eine neonazistische Partei im griechischen Parlament. Sie entwickelte sich zur drittstärksten Kraft im krisengeschüttelten Land, obwohl gleichzeitig gegen sie ein Verbotsverfahren läuft. Während sich die Partei längere Zeit zurückhielt, stieg die Zahl rechtsextremer Gewalttaten im Kontext nationalistischer Massendemonstrationen wieder massiv an. In diesem Zusammenhang entstanden neue Parteien und Bewegungen, aber auch mehrere rechtsterroristische Gruppierungen, die die Politik der Goldenen Morgenröte auf die Spitze trieben. Diese Entwicklungen sind nicht zu verstehen, ohne die rechten Hegemoniebestrebungen der konservativen Partei Nea Dimokratia einzubeziehen. Der Vortrag möchte den Wandel der extremen Rechten in Griechenland aufzeigen, Verbindungen in die politische Mitte aufdecken und antifaschistische Gegenmaßnahmen porträtieren.

16.06.2018 – Kundgebung: Gegen Isolation und Ausgrenzung!

Gemeinsam gegen Isolation und Ausgrenzung

Am 16. Juni 2018 findet vor der Erstaufnahmestelle Nostorf-Horst eine Kundgebung unter dem Motto „Break Isolation! – Gegen Ausgrenzung und Isolation!“ statt. PRO BLEIBERECHT, der Flüchtlingsrat Hamburg, die Flüchtlingshilfe Schwerin und das Komplex aus Schwerin möchten damit Kontakt zu den Asylsuchenden aufbauen. Wir fordern Landes- und Bundespolitik auf, Asylsuchende nicht mehr zwangsweise in Sammeleinrichtungen unterzubringen – auch nicht zu Beginn des Asylverfahrens in Erstaufnahmeeinrichtungen (EAS).

Bei der Kundgebung wird es ein buntes Programm geben – Musik, Kinderspielebus, Kleiderspenden, Kaffee und Kuchen -, um tatsächlich auf Augenhöhe den Kontakt in das Lager herzustellen. Das Wort soll an die Bewohner*innen der Einrichtung gehen, um ihre Stimmen zu hören.

Wir laden Sie/euch ein, zwischen 13-18 Uhr am 16. Juni vor der Erstaufnahmestelle das Anliegen „Break Isolation! – Gegen Ausgrenzung und Isolation!“ auf die Straße zu tragen.
Informationen zur gemeinsamen Anreise aus verschiedenen Städten in MV, Hamburg und Lüneburg findet ihr/Sie unter bleiberecht-mv.org/break-isolation.
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08.06.2018 – Lesung mit Sören Kohlhuber – „Nach dem Sturm“

Im Kalenderjahr 2016 dokumentierte Sören Kohlhuber mehr als 50 rechte Versammlungen, darunter einen Großteil in Ostdeutschland. Seit den massenhaften Aufmärschen im Herbst 2015 konnte aber eine Abnahme der Aufmärsche und Teilnehmerzahlen verzeichnet werden. Der Pegida-Hype, der zum Teil europaweit und auch auf anderen Kontinenten Nachahmer fand, konnte sich über die Jahreswende nicht halten.
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01.06.2018 – Vortrag: Stützpunkt statt Freiraum?

Die Idee, Freiräume in dieser Gesellschaft zu schaffen, an denen
marginalisierte Lebensentwürfe ausgelebt, neue Konzepte von Gesellschaft
entwickelt und politische Organisation stattfinden kann, ist sehr alt.
Sie suggeriert jedoch auch, dass solche Räume außerhalb der
Mehrheitsgesellschaft wirklich etwas anderes schaffen könnten und von
sonstigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen frei wären.

Der Input wird sich an diesen Vorstellungen abarbeiten und gleichzeitig
ein Konzept von “Stützpunkten” entfalten, die ihre Verstrickungen in den
gesellschaftlichen Verhältnissen mitdenken, reflektieren und die durch
progressive Kämpfe verteidigt werden. Hiermit soll zum einen die
Perspektive verschoben werden: Wo „Freiräume“ erkämpft, gestaltet und
verteidigt werden und selbst das Ziel einer entsprechenden Politik
darstellen, stellt sich gegenüber „Stützpunkten“ die Frage, was sie der
eigenen Praxis bringen und wo sie ihre Funktion verlieren. Zugleich soll
so der ausschließliche Fokus auf Subkultur- und Stadtteilzentren
aufgebrochen werden um die Frage zu ermöglichen, welche Stützpunkte
derzeit gebraucht werden.

Als Diskussionsanregung werden hierzu neun Thesen zum Stützpunkt
vorgestellt.

02.05.2018 – Feiern und Gedenken – 73. Jahrestag der Befreiung Schwerins

Aufruf:

Am 2. Mai 1945 wurde Schwerin von den Alliierten befreit. Der Einmarsch der Amerikanischen und der Roten Armee bedeutete für tausende Menschen das Ende des nationalsozialistischen Wahnsinns.
Wir wollen den Jahrestag der Befreiung Schwerins feiern und den Grausamkeiten der Nazis erinnern. Die Geschichte darf nicht vergessen werden, wir müssen Lehren aus ihr ziehen. Eine zunehmende Geschichtsvergessenheit erstarkt zusammen mit einer zunehmenden Akzeptanz rechter Tendenzen.

Würdiges Gedenken

Nur eine Stunde vor dem Eintreffen der Alliierten wurde die Lehrerin Marianne Grunthal auf dem Bahnhofsvorplatz von den Nazis erhängt. Heute ist der Platz zwar nach ihr benannt und eine unscheinbare Gedenktafel ist angebracht, ein wirkliches Gedenken findet aber nicht statt. Vielmehr fanden in der jüngeren Vergangenheit wiederholt wie selbstverständlich rechte Demonstrationen auf dem Grunthalplatz statt, ohne dass sich die Stadt daran gestört hat. Wir wollen ein würdiges Gedenken für Marianne Grunthal, das letzte Opfer des Faschismus in Schwerin.

Kommt zur Kundgebung um 17 Uhr auf dem Grunthalplatz!
Kontakt: a19schwerin [at] systemausfall.org

06.04.2018 – Jamel: Willkommen bei der Dorfgemeinschaft

Ein Ortsschild weist Reisenden den Weg von der B 105 in das kleine Dörfchen Jamel. Für Menschen, die das erste Mal den Ort besuchen, scheint der Anblick befremdlich: ein Wegweise weist den Weg nach Braunau am Inn, der Geburtsstadt Adolf Hitlers. Ein riesiges Wandgemälde mit traditioneller Familie und einem Irmisul begrüßt die Besucher. Seit Jahren dominiert die rechte Einstellung der Bewohner das Dorf und dessen Umland. Die Neonazis haben sich dort ihren eigenen Lebensraum mit Arbeitsplätzen, Wohnraum und brauner Erlebniswelt geschaffen. Regelmäßig verwandeln die von der „Dorfgemeinschaft Jamel“ organisierte Großevents, wie Sommersonnenwenden oder Lichterfeste, das Dorf zu einer No-Go-Area für politische Feindbilder. Seit Beginn der 90er ranken sich viele unbegründete Mythen um das Dörfchen. Die Zivilgesellschaft scheint ohnmächtig und hat sich weitestgehend aus der Region zurück gezogen.
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06.04.2018 – Vortrag – Israel and the conflict in the middle east

There will be a presentation from the series of lectures „Israel and the Conflict in the Middle East“ in Komplex every Friday in April. The lectures will be given by Itai Jehudai – a jewish Israeli, a former teacher of geographie and history and a human rights activist – who will try to take a multiperspective look on the history and events in Israel and Palestine. Itai will also tell about his own biography and family history.
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