Kategorie: Antifa

08.06.2018 – Lesung mit Sören Kohlhuber – „Nach dem Sturm“

Im Kalenderjahr 2016 dokumentierte Sören Kohlhuber mehr als 50 rechte Versammlungen, darunter einen Großteil in Ostdeutschland. Seit den massenhaften Aufmärschen im Herbst 2015 konnte aber eine Abnahme der Aufmärsche und Teilnehmerzahlen verzeichnet werden. Der Pegida-Hype, der zum Teil europaweit und auch auf anderen Kontinenten Nachahmer fand, konnte sich über die Jahreswende nicht halten.
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16.06.2018 – Kundgebung: Gegen Isolation und Ausgrenzung!

Gemeinsam gegen Isolation und Ausgrenzung

Am 16. Juni 2018 findet vor der Erstaufnahmestelle Nostorf-Horst eine Kundgebung unter dem Motto „Break Isolation! – Gegen Ausgrenzung und Isolation!“ statt. PRO BLEIBERECHT, der Flüchtlingsrat Hamburg, die Flüchtlingshilfe Schwerin und das Komplex aus Schwerin möchten damit Kontakt zu den Asylsuchenden aufbauen. Wir fordern Landes- und Bundespolitik auf, Asylsuchende nicht mehr zwangsweise in Sammeleinrichtungen unterzubringen – auch nicht zu Beginn des Asylverfahrens in Erstaufnahmeeinrichtungen (EAS).

Bei der Kundgebung wird es ein buntes Programm geben – Musik, Kinderspielebus, Kleiderspenden, Kaffee und Kuchen -, um tatsächlich auf Augenhöhe den Kontakt in das Lager herzustellen. Das Wort soll an die Bewohner*innen der Einrichtung gehen, um ihre Stimmen zu hören.

Wir laden Sie/euch ein, zwischen 13-18 Uhr am 16. Juni vor der Erstaufnahmestelle das Anliegen „Break Isolation! – Gegen Ausgrenzung und Isolation!“ auf die Straße zu tragen.
Informationen zur gemeinsamen Anreise aus verschiedenen Städten in MV, Hamburg und Lüneburg findet ihr/Sie unter bleiberecht-mv.org/break-isolation.
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01.06.2018 – Vortrag: Stützpunkt statt Freiraum?

Die Idee, Freiräume in dieser Gesellschaft zu schaffen, an denen
marginalisierte Lebensentwürfe ausgelebt, neue Konzepte von Gesellschaft
entwickelt und politische Organisation stattfinden kann, ist sehr alt.
Sie suggeriert jedoch auch, dass solche Räume außerhalb der
Mehrheitsgesellschaft wirklich etwas anderes schaffen könnten und von
sonstigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen frei wären.

Der Input wird sich an diesen Vorstellungen abarbeiten und gleichzeitig
ein Konzept von “Stützpunkten” entfalten, die ihre Verstrickungen in den
gesellschaftlichen Verhältnissen mitdenken, reflektieren und die durch
progressive Kämpfe verteidigt werden. Hiermit soll zum einen die
Perspektive verschoben werden: Wo „Freiräume“ erkämpft, gestaltet und
verteidigt werden und selbst das Ziel einer entsprechenden Politik
darstellen, stellt sich gegenüber „Stützpunkten“ die Frage, was sie der
eigenen Praxis bringen und wo sie ihre Funktion verlieren. Zugleich soll
so der ausschließliche Fokus auf Subkultur- und Stadtteilzentren
aufgebrochen werden um die Frage zu ermöglichen, welche Stützpunkte
derzeit gebraucht werden.

Als Diskussionsanregung werden hierzu neun Thesen zum Stützpunkt
vorgestellt.

02.05.2018 – Feiern und Gedenken – 73. Jahrestag der Befreiung Schwerins

Aufruf:

Am 2. Mai 1945 wurde Schwerin von den Alliierten befreit. Der Einmarsch der Amerikanischen und der Roten Armee bedeutete für tausende Menschen das Ende des nationalsozialistischen Wahnsinns.
Wir wollen den Jahrestag der Befreiung Schwerins feiern und den Grausamkeiten der Nazis erinnern. Die Geschichte darf nicht vergessen werden, wir müssen Lehren aus ihr ziehen. Eine zunehmende Geschichtsvergessenheit erstarkt zusammen mit einer zunehmenden Akzeptanz rechter Tendenzen.

Würdiges Gedenken

Nur eine Stunde vor dem Eintreffen der Alliierten wurde die Lehrerin Marianne Grunthal auf dem Bahnhofsvorplatz von den Nazis erhängt. Heute ist der Platz zwar nach ihr benannt und eine unscheinbare Gedenktafel ist angebracht, ein wirkliches Gedenken findet aber nicht statt. Vielmehr fanden in der jüngeren Vergangenheit wiederholt wie selbstverständlich rechte Demonstrationen auf dem Grunthalplatz statt, ohne dass sich die Stadt daran gestört hat. Wir wollen ein würdiges Gedenken für Marianne Grunthal, das letzte Opfer des Faschismus in Schwerin.

Kommt zur Kundgebung um 17 Uhr auf dem Grunthalplatz!
Kontakt: a19schwerin [at] systemausfall.org

06.04.2018 – Jamel: Willkommen bei der Dorfgemeinschaft

Ein Ortsschild weist Reisenden den Weg von der B 105 in das kleine Dörfchen Jamel. Für Menschen, die das erste Mal den Ort besuchen, scheint der Anblick befremdlich: ein Wegweise weist den Weg nach Braunau am Inn, der Geburtsstadt Adolf Hitlers. Ein riesiges Wandgemälde mit traditioneller Familie und einem Irmisul begrüßt die Besucher. Seit Jahren dominiert die rechte Einstellung der Bewohner das Dorf und dessen Umland. Die Neonazis haben sich dort ihren eigenen Lebensraum mit Arbeitsplätzen, Wohnraum und brauner Erlebniswelt geschaffen. Regelmäßig verwandeln die von der „Dorfgemeinschaft Jamel“ organisierte Großevents, wie Sommersonnenwenden oder Lichterfeste, das Dorf zu einer No-Go-Area für politische Feindbilder. Seit Beginn der 90er ranken sich viele unbegründete Mythen um das Dörfchen. Die Zivilgesellschaft scheint ohnmächtig und hat sich weitestgehend aus der Region zurück gezogen.
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06.04.2018 – Vortrag – Israel and the conflict in the middle east

There will be a presentation from the series of lectures „Israel and the Conflict in the Middle East“ in Komplex every Friday in April. The lectures will be given by Itai Jehudai – a jewish Israeli, a former teacher of geographie and history and a human rights activist – who will try to take a multiperspective look on the history and events in Israel and Palestine. Itai will also tell about his own biography and family history.
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21.03.2018 – Mobivortrag: Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock

Ein Vortrag der Gruppe „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“

Seit Frühjahr 2014 sind die NeofaschistInnen der „Identitären“ in Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Rasch füllten sie die Führungsebene der Organsation und seit Oktober 2016 ist eines der bundesweit bedeutensten logistischen Kernzentren in Rostock im Auf- und Ausbau. Die hiesige Struktur stellt einen Teil des Reisekaders, der kleinere und größere Aktionen – Kundgebungen, Flashmobs und Bannerdrops – im Bundesgebiet durchführt und trägt somit zur Ausgestaltung der rassistischen Kampagnen der Gruppe maßgeblich bei. Eine Vielzahl an Domains läuft über die Adresse des ehemaligen JN-Mitgliedes und mittlerweile Bundespressesprechers der „Identitären Bewegung Deutschland“ Daniel Fiß aus Rostock. Rostock zeichnet sich damit als wichtiger strukturgebender Ort für die „Identitären“ in Deutschland aus. Anders als andere „identitäre“ Gruppen, vermeiden die Kader aus MV Übergriffe und schafften es damit zum Stichwortgeber für die AfD. Die AfD ist in Mecklenburg-Vorpommern seit den Landtagswahlen 2016 zweitstärkste Kraft und einer der offensten Landesverbände für die neofaschistische Organsisation.
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28.01.2018 – Nö Theater – Inside AfD

Herbst 2017. Irgendwo in Deutschland. Die führenden Köpfe der AfD träumen von der parlamentarischen Machtübernahme und dem schleichenden Sieg im Kampf um die Deutungshoheit von Begrifflichkeiten. Doch dann kommt alles ganz anders. Ihr Visionär und Hauptredner ist plötzlich verschwunden und an seiner Stelle betritt ein afrikanisches Chamäleon die politische Bühne. Die zunächst als Krise wahrgenommene Situation entpuppt sich für die AfD als große Chance sich tief in der Gesellschaft zu verankern. Ein moderner Barbarossa-Mythos entsteht.
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09.12.2017 – Situation von Migrant_Innen in Russland

Situation von Migrant_innen in Russland

am Beispiel von Ali Feruz

ein Info Abend mit Lesung, Galerie und Soliaktion

Der Journalist Ali Feruz sitzt seit August im Abschiebeknast in Russland. Ihm drohnt die Auslieferung nach Usbekistan, wo ihm Folter und Tod drohen. Beim Info Abend berichtet eine Supporter_innengruppe über seine Situation spezielle und die von Migrant_innen in Russland allgemein. Ali selbst kommt durch die Lesung seiner Texte zu Wort.
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