Autor: gauron

30.05.2018 – Konzert am Mittwoch /// Hysterese & La Vase

HYSTERESE aus Mannheim/Tübingen schreiben eingängige Songs zwischen Punkrock, Garage, Post-Punk und einer Prise Wave-Pop. Mit charakteristischem Wechselgesang, treibenden Gitarren und Nähmaschinenschlagzeug überrollt die Band alles.

LA VASE spielen Post-Punk, bei dem das Wort Punk großgeschrieben werden muss, allerdings in der Herangehensweise ein wenig konventioneller.

01.06.2018 – Vortrag: Stützpunkt statt Freiraum?

Die Idee, Freiräume in dieser Gesellschaft zu schaffen, an denen
marginalisierte Lebensentwürfe ausgelebt, neue Konzepte von Gesellschaft
entwickelt und politische Organisation stattfinden kann, ist sehr alt.
Sie suggeriert jedoch auch, dass solche Räume außerhalb der
Mehrheitsgesellschaft wirklich etwas anderes schaffen könnten und von
sonstigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen frei wären.

Der Input wird sich an diesen Vorstellungen abarbeiten und gleichzeitig
ein Konzept von “Stützpunkten” entfalten, die ihre Verstrickungen in den
gesellschaftlichen Verhältnissen mitdenken, reflektieren und die durch
progressive Kämpfe verteidigt werden. Hiermit soll zum einen die
Perspektive verschoben werden: Wo „Freiräume“ erkämpft, gestaltet und
verteidigt werden und selbst das Ziel einer entsprechenden Politik
darstellen, stellt sich gegenüber „Stützpunkten“ die Frage, was sie der
eigenen Praxis bringen und wo sie ihre Funktion verlieren. Zugleich soll
so der ausschließliche Fokus auf Subkultur- und Stadtteilzentren
aufgebrochen werden um die Frage zu ermöglichen, welche Stützpunkte
derzeit gebraucht werden.

Als Diskussionsanregung werden hierzu neun Thesen zum Stützpunkt
vorgestellt.

02.05.2018 – Feiern und Gedenken – 73. Jahrestag der Befreiung Schwerins

Aufruf:

Am 2. Mai 1945 wurde Schwerin von den Alliierten befreit. Der Einmarsch der Amerikanischen und der Roten Armee bedeutete für tausende Menschen das Ende des nationalsozialistischen Wahnsinns.
Wir wollen den Jahrestag der Befreiung Schwerins feiern und den Grausamkeiten der Nazis erinnern. Die Geschichte darf nicht vergessen werden, wir müssen Lehren aus ihr ziehen. Eine zunehmende Geschichtsvergessenheit erstarkt zusammen mit einer zunehmenden Akzeptanz rechter Tendenzen.

Würdiges Gedenken

Nur eine Stunde vor dem Eintreffen der Alliierten wurde die Lehrerin Marianne Grunthal auf dem Bahnhofsvorplatz von den Nazis erhängt. Heute ist der Platz zwar nach ihr benannt und eine unscheinbare Gedenktafel ist angebracht, ein wirkliches Gedenken findet aber nicht statt. Vielmehr fanden in der jüngeren Vergangenheit wiederholt wie selbstverständlich rechte Demonstrationen auf dem Grunthalplatz statt, ohne dass sich die Stadt daran gestört hat. Wir wollen ein würdiges Gedenken für Marianne Grunthal, das letzte Opfer des Faschismus in Schwerin.

Kommt zur Kundgebung um 17 Uhr auf dem Grunthalplatz!
Kontakt: a19schwerin [at] systemausfall.org

Stadt führt umstrittene Videoüberwachung ein – Linkes Engagement ist Dorn im Auge

Seit Monaten gibt es in der Schweriner Stadtverwaltung und den Medien eine Diskussion darüber, ob eine Videoüberwachung am Marienplatz für mehr Sicherheit und Ordnung sorgen würde. Dazu hat die „Projektgruppe Videoüberwachung“, die sich sowohl aus Polizei als auch Personen der Stadtverwaltung zusammensetzt, ein „Umsetzungskonzept“ erarbeitet. Darin muss auch die räumliche Nähe des Komplex und die Solidarität der dort Aktiven als mögliches Gefahrenpotential herhalten.

Auf dem Marienplatz, als zentralem Platz und Verkehrsknotenpunkt, treffen zwangsläufig verschiedene Interessensgruppen aufeinander. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, erst im Januar prügelte sich dort eine größere Gruppe Deutscher. Im Jahr 2016 entwickelte sich der Platz zum Treffpunkt für jugendliche Geflüchtete. Dabei kam es auch mehrfach zu Konflikten sowohl unter den Geflüchteten als auch mit Neonazis.

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