19.03.2020 – No Money, No Komplex?

Durch die vorübergehende Einstellung des Veranstaltungsbetriebes können wir keine Einnahmen erwirtschaften,
die wir für den Fortbestand unseres Freiraumes dringend benötigen.
Daher wollen wir gemeinsam mit euch die monatlich anfallenden Fixkosten aufbringen.

Liebe Partygäste, liebe Politaktivisten, liebe Freundinnen und Freunde des Komplex,

wie ihr bereits erfahren konntet, werden wir die Aktivitäten im Komplex in den kommenden Wochen weitestgehend ruhen lassen.
Alle für den März und den April geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. Wie es danach weitergehen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Warum uns das Komplex am Herzen hängt…

Das Komplex ist mehr als „nur“ ein Club. Das Komplex ist ein Projekt, welches aufgrund des Engagements von vielen helfenden Händen besteht.

Menschen, die Veranstaltungen organisieren und mit KünstlerInnen sprechen –
Menschen, die Flyer und Plakate gestalten und sie in der Stadt verteilen –
Menschen, die auf eure Sicherheit achten und an der Tür und an der Kasse stehen –
Menschen, die eure Sachen entgegennehmen und darauf aufpassen –
Menschen, die euch mit Getränken versorgen und immer ein nettes Lächeln auf den Lippen haben –
Menschen, die darauf achten, dass alle Feiernden sich wohlfühlen –
Menschen, die den Sound abmischen, die Bühne aufbauen und Lichtshows entwerfen –
Menschen, die aufräumen, die Toiletten und den Boden schrubben –
Menschen, die alles abrechnen und Verträge bearbeiten –

  • alle Beteiligten leisten seit 17 Jahren (!!!) einen unverzichtbaren Beitrag für eine von wenigen subkulturellen Inseln in der ansonsten eher piefigen Beamtenstadt. Kommerzielle
    Interessen wurden dabei nie verfolgt. Für uns alle ist es ein Freiraum und ein Zuhause.

Ob Konzerte, Theateraufführungen, Workshops, Filmabende, Vorträge, Tischtennis oder Partys – zu keiner Zeit war der Antrieb für dieses vielfältige
Angebot der finanzielle Gewinn. – Doch warum reißen wir uns dann den Arsch so auf?
Ganz klar – Wir haben keinen Bock auf Nazis, Rassismus und kapitalistische Kackscheisse. Wir haben Bock auf Kritik, Partizipation und hierarchiearme
Kommunikation. Und wir lieben die Musik, den Tanz, die Subversion, die Show und unsere Gäste.
DAS ist der Antrieb für unsere politischen und kulturellen Aktivitäten.

Wie finanziert sich so ein Laden eigentlich?

Allen sollte klar sein, dass das Komplex – bei aller Liebe – ohne finanzielle Einnahmen nicht realisiert werden kann. Wir agieren frei von staatlichen Förderungen. Seit Bestehen des Projekts werden durch die Partys Gewinne erwirtschaftet, mit denen wir unsere Fixkosten decken. Derzeit betragen die monatlich anfallenden Kosten 2820,80 Euro. Davon bezahlen wir Strom und Wasser, einen Buchhalter auf 450-Euro-Basis und nicht zuletzt die Miete für die Veranstaltungsräume.

Wir sind auf eure Unterstützung angewiesen!

Wir alle hoffen, dass die massiven Risiken der Corona-Pandemie in absehbarer Zeit gehändelt werden können. Wir alle hoffen, dass die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen unserer geliebten Freiheit möglichst bald überwunden sein werden. Wir alle hoffen, dass wir das Komplex bald wieder öffnen können, um uns dort zu vernetzen, auszutauschen und um das Leben und die Freiheit zu feiern. Bis es soweit ist, sind wir auf eure Solidarität angewiesen.

Ob 5 Euro von deinem Taschengeld, ob 50 Euro von deinem monatlichen Einkommen oder ob es 500 Euro von Omas Lottogewinn sind: Jeder Beitrag hilft, um die nötigen Fixkosten gemeinsam zu erwirtschaften. Auf dass unser aller Freiraum auch in Zukunft das Leben in Schwerin bereichert!

Die Monatsmiete als Spendenziel

Wir werden – solange der Veranstaltungsbetrieb aus guten Gründen nicht gewährleistet werden kann – regelmäßige Crowdfunding-Aktionen starten. Bis zum 30. April setzen wir uns als Ziel, durch eure Spenden 4231,20 Euro zu sammeln. Dieser Betrag deckt die Fixkosten für die zweite Märzhälfte sowie für den April.
Gemeinsam können wir auf diesem Wege die Zukunft des Komplex sichern. Lieben Dank für euren Support!

Zur Kampange geht es hier -> betterplace.me

Für weitere Jahre Randale und Melancholie in der Beamtenstadt!!!